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Art & Fotografie 2023

Warum machen wir gerne Fotos von den Dingen, die wir essen?

Inhaltsverzeichnis:

Warum machen wir gerne Fotos von den Dingen, die wir essen?
Warum machen wir gerne Fotos von den Dingen, die wir essen?
Anonim

Schauen Sie sich ein neues Zine an, das die Verbindung zwischen Erinnerung und Essen erforscht – mit Werken von Sandy Kim und Nick Sethi und einer Performance von Alexandra Marzella

Blättern Sie durch den Foto-Feed eines beliebigen Telefons und Sie werden bestimmt ein Bild einer Mahlzeit finden. Es heißt Foodporn und liebt es oder hasst es, es sättigt unsere sozialen Medien und ist eine Anspielung auf das tief verwurzelte Verh alten einer Generation, die das Bedürfnis verspürt, alles zu dokumentieren. Wenn Essen als Bild festgeh alten wird, kann es sowohl beim Fotografen als auch beim Publikum Nostalgie erzeugen und Emotionen auslösen. Von dieser Idee lebt das neue Zine Food Diary. Es untersucht anhand von Stilllebenbildern, wie die Erinnerung mit den Dingen verbunden ist, die wir essen (oder gegessen haben), und umfasst unter anderem Arbeiten von einer Reihe von Fotografen wie Tom Beard, Sandy Kim und Nick Sethi.

Und wo könnte man den Start besser feiern als in New York City – dem Paradies für Feinschmecker. Morgen moderiert die Künstlerin Antonia Marsh die Launch-Party des Zines. „Ich habe Food-Bilder schon immer geliebt, ob schöne Bilder des Essens im Il Pellicano, aufgenommen von Juergen Teller, oder ausgebleichte Speisekarten-Werbung in Chinatown oder Delis in NYC“, sagt sie. „Ich hatte in letzter Zeit Probleme zu verstehen, warum sie in den sozialen Medien so kitschig (entschuldigen Sie das Wortspiel) und fast ungehobelt geworden sind. Sie können wirklich schön/hässlich/seltsam/interessant sein!“

Sie fügt hinzu: „Essen hat etwas so Vergängliches, wenn es zubereitet wird; diese seltsame skulptur, deren herstellung zeit braucht und die wir sofort konsumieren. Während ich das Zine zusammenstellte, diskutierte ich immer wieder mit den Fotografen darüber, wie wir uns viel stärker fühlen würden, wenn wir nach einem langen, feuchtfröhlichen Urlaubsessen ein Foto von einem unordentlichen Tisch sehen und uns an die Leute erinnern würden, die dort waren, das Essen, das wir gegessen haben, die Gespräche, die wir geführt haben, statt ein Foto von uns vor dem Eiffelturm oder der Freiheitsstatue. Als solche werden diese Bilder, während ihr Gegenstand immateriell bleibt und verschwindet, selbst zu materiellen Zeichen der Nostalgie.“

Neben Exemplaren des Zines wird es ein All-you-can-eat-Buffet und eine Installation der Food-Künstlerin Young Gun Lee sowie einen Kurzfilm von Alexandra Marzella geben – der freie Hand gelassen wurde, darauf zu reagieren das Konzept des Zines performativ. Sehen Sie sich vor dem Fest hier eine Vorschau dessen an, was Sie erwartet.

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